Es gab keine sofortige Zerstörung der Freiflächen. Sie verfallen. Langsam. Eine Tasse steht auf einer Bank. Eine andere hängt in einem Busch. Die Leute bemerken es. Selbst wenn sie es ignorieren. Jemand fährt durch einen vermüllten Park. Weniger einladend littering. Weniger sicher.

Müll sendet Signale. Deutliche. Punkt. Ein sauberer Platz vermittelt Fürsorge. Ein schmutziger Platz zuckt nur mit den Achseln. Dieses Achselzucken lädt zu noch mehr Unordnung ein. Psychologen nennen das sozialen Beweis. Für den Durchschnittsmenschen ist es selbstverständlich. Niemand hat mich beim letzten Mal belästigt, warum also nicht ich?
Der Müll beeinträchtigt die Aktivitäten der Menschen. Kinder dürfen nicht mehr sehen, was ihre Eltern an den Schaukeln kaputt gemacht haben. Jogger laufen nicht mehr durch die stinkenden Stände mit frittiertem Hähnchen. Ältere Menschen müssen sich ablenken, um keinen Müll wegzuwerfen. Der Raum wird leergeräumt, ohne dass ein Zaun gebaut wird.
Die Wildtiere leiden zuerst. Vögel picken die Verpackungen an. Eichhörnchen nagen an Plastik. Ratten vermehren sich rasant. Die Ursache für die Populationsexplosion liegt im Müll. Dann werden Beschwerden gesammelt. Fallen werden aufgestellt. Gift folgt. Und unter einem weggeworfenen Sandwich.
Die Reinigungskräfte haben alle Hände voll zu tun. Aufräumarbeiten finden statt. Dann beginnt der Kreislauf von neuem. Dieselbe Ecke. Derselbe überfüllte Mülleimer – die Folge davon, dass jemand Pizzakartons dort entsorgt, wo sie nicht hingehören. Arbeitsstunden häufen sich. Die Budgets werden knapp. Andere Projekte verzögern sich.
Der Geruch ist nicht das, womit sich die Menschen identifizieren wollen. Es riecht nach gebratenem Fleisch. Süß. Sauer. Klebrig. An einem verhassten Ort gehen sie hindurch. Niemand bleibt stehen. Die Gemeinschaft löst sich auf.
Es gibt auch einen Verlust der Verantwortung für den Müll. Wem gehört der Dreck? Der Stadt? Dem Laden nebenan? Jeder weist die Schuld von sich. Verantwortung schwindet. So entstehen Problemzonen. Es ist nicht die Unruhe, die sie hervorgebracht hat, sondern die Stille.
Schmierereien und Müll sind kein neuer Anblick. Sie sind nicht dasselbe, nur weil sie unentdeckt bleiben. Graffiti wird gefördert, solange man vernachlässigte Mauern unterstützt. Ich bin in einem verlassenen Park, wo mir Müll auf den Kopf fällt. In diesem Fall gilt: Schreien Sie es heraus, die Regeln sind außer Kraft gesetzt.
Manchmal schleicht sich Humor ein. Ein einzelner Schuh auf einem Zaun. Ein Verkehrskegel im Baum. Erst lustig. Dann traurig. Dann normal. Normalität ist gefährlich.
Man kann sie erlangen, indem man öffentliche Räume mit Leben erfüllt. Menschen verbringen mehr Zeit in unberührter Natur. Redet mehr miteinander. Achtet aufeinander. Es ist der Kitt der Gesellschaft, den der reiche Müll zerreißt.
Probleme werden in kleinen Schritten angegangen. Hebt etwas auf. Benutzt den Mülleimer, auch wenn ihr zu Fuß unterwegs seid. Weise freundlich auf Müll hin. Geht mit gutem Beispiel voran. Der Raum wird verstümmelt, der Raum wird wiederhergestellt, genau wie im Raum selbst. Eine kleine Handlung nach der anderen.